2KM Mischmaschine
Kleben statt anlaminieren: Die 2KM Maschine.
Wurde vor einigen Jahren im Automobil- und Flugzeugbau, noch zusätzlich zum Verkleben, genietet oder geschraubt, ist die Entwicklung im Kleberbereich mittlerweile soweit gegangen, dass man komplett auf diese lohnintensiven Arbeiten verzichten kann. Großen Anteil an der Entwicklung und Akzeptanz dieser neuen Fertigungstechniken haben in Deutschland das Fraunhofer Institut, Bremen, sowie andere Institutionen, erlangt.
CTM war von Anfang dabei, wenn es um Verklebungen im maritimen Bereich, mit den besonderen Anforderungen an die aggressive Salzwasserumgebung, ging. Um im modernen Yachtbau, speziell im Serienbau, vernünftige und kostensparende Lösungen einzuführen, bedarf es manchmal besonderer Ideen. Bei CTM in Schleswig hat man sich mit einem Maschinenhersteller für das Mischen und Auftragen von hochviskosen Epoxy-Kleberpasten zusammengetan und eine Maschine entwickelt, mit deren Hilfe sich diese neuen Kleber aus 200 l Fässern fördern, mischen und ggfs. auch auftragen lassen. SPABOND 340 oder SPABOND 345 sind nicht mit herkömmlichen Epoxymischungen und dem Zusatz von Mikrofasern und Silica zu vergleichen. Durch die speziellen Formulierungen der Klebermischung wurde eine Erhöhung der Bruchdehnung bei gleichzeitiger Verbesserung der Elastizität erreicht. Beides wichtig für die Aufnahme von Scherkräften, wie sie z.B. bei Rumpf/Deckverklebungen vorkommen.
Die Maschine ist so ausgelegt, dass mit hohen Austragungsmengen (8l/min) gearbeitet werden kann. Durch unterschiedliche Härterauswahl, können je nach "Jobgröße", schnelle, kleine Verklebungen, genauso wie zeitaufwändige, große Verklebungen mit punktuell hoher Auftragsmenge und langen offenen Zeiten angemischt werden. Die Thixotropie der Klebermischung erscheint sehr geschmeidig, ist aber mit 30mm Ablaufhöhe auch für Blindverklebungen, wie sie häufig bei großen Bauteilen vorkommen, bestens geeignet. Die langen Vorbereitungszeiten bei Rumpf/Deck Verklebungen oder bei Struktureinbauten sind mit bis zu 3 Stunden Auftragzeit hinreichend abgedeckt. Der Kleber besitzt bereits am nächsten Tag eine hohe Anfangsfestigkeit, die durch spätere Temperung (Aushärtung mit Temperatur z.B. 40-50°C über 8 Std.) optimiert werden kann.
Idealerweise sollte der Maschinenpark mit 2, 3 und 4 Liter fassenden Pneumatic Pistolen abgerundet werden. Mit Hilfe dieser Pistolen kann ein gezieltes Auftragen auch bei 90° Winkeln zur Hohlkehlen-Erstellung erfolgen. Außerdem wird das verlustfreie Mischen, Abzapfen und Dosieren erleichtert.
Ganz besonderen Wert wurde auf einfache Reinigung der Mischköpfe ohne hohen Harzverluste und geringe Abfallmengen gelegt. Mit Hilfe einer 400ml Harzmenge, dem so genannten “base purge” wird der statische Mischer an der Maschine gereinigt. Dieser Reinigungsrest kann dann mit entsprechendem Härter per Hand gemischt und verarbeitet werden. Dadurch wird der Reinigungsprozess im Idealfall vollkommen verlustfrei.