Corecell Sandwichmaterial
Beständigkeit unter maritimen Einsatzbedingungen

Alle Corecell™-Schäume haben eine geschlossen- porige Struktur, das heißt, sie können nicht in dersel- ben Weise wie Honeycomb- oder Balsaholzkerne schwammartig wirken. Zwar kommt das Kernmaterial normalerweise nicht mit Wasser in Berührung, aber es kann immer zu Beschädigungen der Deckschicht kommen, so dass durch Risse oder an Beschlägen Kriechwasser eindringt. In diesen Fällen ziehen Honeycomb-Kerne Wasser und Balsaholz verrottet, während Corecell™-Kerne ihre Eigenschaften unverändert behalten. SAN-Polymere sind außerdem hochgradig chemikalienbeständig und resistent gegen Schiffsdiesel- und Hydrauliköle, wie sie typischerweise im maritimen Umfeld anzutreffen sind.
Styrolacrylnitril ist ein besonders festes Polymer und bildet in der Corecell-Rezeptur einen extrem hoch belastbaren und schadensresistenten Schaum, der sich gut be- und verarbeiten lässt. Seine mechanischen Eigenschaften unter Einsatzbedingungen sind anderen, weniger flexiblen Polymerschäumen überlegen. Während die Festigkeit von Corecell™ in den Eigenschaften des Polymergerüsts begründet ist, kann die Belastbarkeit starrer Polymerschäume nur durch die Beimengung von Weichmachern leicht erhöht werden, die wiederum mit der Zeit auslaugen.
Die Festigkeit von Corecell™ zeigt sich auch in der großen Vielfalt realisierbarer Formen, dazu zählen beispielsweise messergeschnittene Profile und konturierte Formen, die mit anderen Materialen nur durch Sägeschnitt zu erzielen wären. Das Material ist geeignet, um angeschäftete Kanten für Hohlkehlverbindungen oder Verplankungen zu formen und ist selbst in dünnen Platten noch ausgesprochen handhabungsfest.
Es existieren folgende Formen des Corecell™ Kernmaterials:
PL - Plain Foam
Normaler Schaum wird für Einzelkonstruktionen generell dann benutzt, wenn ein Laminat auf beide Seiten des Schaums aufgebracht wird.
BH - Bleeder Holes
Dieser Schaum wird für Vakuumanwendungen benutzt. Er hat Entlüftungslöcher mit einem Durchmesser von ca. 1,5 mm im Standardabstand von 50mm
SC - Single Cut
Dieser Schaum wird für Vakuumanwendungen verwendet. Da sich die Schnitte im Schaum überschneiden, kann Luft entweichen. Diese Variante eigent sich auch für RTM (resin transfer moulding (Harzinfusion)). SC-Schäume sind jedoch für die meisten Handauflageverfahren nicht flexibel genug. Die Schnitte sind ca. 17 mm tief und in der 0° und 90° Richtung jeweils auf den gegenüberliegenden Seiten. Der Abstand zwischen den Schnitten beträgt 30 mm
DC - Double Cut
Dieser Schaum ist für die meisten Handauflegeverfahren, sowie RTM und Vakuumanwendungen geeignet. Zwei Schnitte in 0° und 90° werden auf jeder Seite gemacht, die sich in der Mitte überschneiden. Verfügbar ist dieser Schaum bis zu einerStärke von 35 mm
TC - Triple Cut
Dieser Schaum ist für Handauflege- und Vakuumverfahren geeignet. Für eine bessere Flexibilität, besonders in den Stärken 19, 26 und 32 mm, werden drei Schnitte in Querrichtung gemacht um einen Abstand von 7,5 mm zu erreichen. Dies reduziert den Durchdruck im Außenlaminat, da die Zwischenräume klein bleiben, wenn der Schaum gebogen wird. TC Schaum gibt es bis zu einer Stärke von 32 mm.
CS - Contour Scrim
Dieser Schaum wird für Handauflegeverfahren verwendet. Der Schaum ist messergeschnitten in 30 mm Rechtecke unterteilt, für minimale Harzaufnahme zwischen den Schnitten. Die maximale Stärke beträgt 30 mm bis zum 500er Typ, darüberhinaus maximal 25 mm.
VIC - Vacuum Infusion Core
Individuell werden Schaumplatten mit einer speziellen Rillung, die kreuzförmig auf den Plattenoberflächen verläuft, gefertigt. Diese Rillen (standardmäßig 2 mm tief, 2 mm breit im Abstand von 30 mm) transportieren die Medien Luft, bzw. Harz in Vakuum-Infusionsanwendungen. zur besseren Kompression werden diese Platten auch gerne mit zusätzlichen Entlüftungslöchern (Bleeder Holes) von den professionellen Anwendern bestellt.