Füllstoffe
SP Colloidal Silica
ist ein Additiv, das zur Kontrolle der Thixotrophie (Fließverhalten) Charakteristika eines Harzsystems benutzt wird. Durch die Zugabe von unterschiedlichen Mengen zu einem Harzgemisch mit den anderen Füllstoffen kann das Fließverhalten beeinflusst werden. Relativ kleine Mengen, die zu einem mit Microballoons oder Glaskugeln gefüllten Gemisch beigemengt werden, ergeben ein System, das an senkrechten Flächen nicht abläuft und das sich einfacher verarbeiten lässt.
Colloidal Silica kann mit Mikrofasern zusammen benutzt werden, um einen hochfesten, strukturellen Kleber zu erhalten, der an senkrechten Flächen nicht abläuft und sich besonders für nicht absorbierende Materialien eignet, wie z.B. GFK. Das Beimengen von Colloidal Silica erhöht außerdem die Härte einer Mischung, was zu Schwierigkeiten beim Schleifen führen kann. Aus diesem Grund wird Colloidal Silica nur in minimalen Mengen zugemischt, wenn eine große Schleifarbeit erwartet wird. Dies kann jedoch auch als positive Eigenschaft benutzt werden, wenn eine sehr harte, belastete Beschichtung erreicht werden soll.
Produktdetails:
Zusammensetzung Siliziumdioxid Erscheinungsbild weißes, sehr feines Pulver Teilchengröße 0,012 micron Mengendichte ca. 50g/Liter
SP Glaskugeln
sind Hohlkügelchen aus Glas, mit einer variableren Teilchengrößen als Microballoons. Da sie aus chemischem Glas bestehen sind sie härter und gefüllte Harzmischungen lassen sich merklich schlechter schleifen. Sie sind jedoch wasserfester als Microballoons und werden daher oft bei Anwendungen unter der Wasserlinie im Bootsbau benutzt. Da sie außerdem noch erheblich preiswerter als Mikroballons sind, werden sie oft bevorzugt, wenn leichte Schleifbarkeit nicht besonders wichtig ist. Sie können mit Mikroballons für Farbzwecke vermischt werden.
Produktdetails:
Zusammensetzung C-Glas Erscheinungsbild weißes Pulver Teilchengröße 40-80 micron Teilchendichte ca. 200g/Liter Mengendichte ca. 100-150g/Liter
SP Mikrofasern
sind sehr feine Holz/Cellulosefasern die normalerweise zur Herstellung von strukturellen Klebern zur Verklebung von Holz oder GFK benutzt werden. Da jedes niedrigviskose Harzsystem von einer porösen Oberfläche (z.B. Holz) aufgesogen wird, kann ein ungefülltes System zu einer "trockenen" Verklebung führen. Durch ihre absorbierenden Eigenschaft können Mikrofasern eine beträchtliche Menge Kleber in der Klebefuge zurückhalten und eine Harzaufnahme in der Umgebung verringern. Dadurch wird eine adäquate Harzzufuhr für die Verklebung sichergestellt. Wenn eine starke Verklebung benötigt wird, sollte Mikrofasern immer der Vorzug vor Hohlkügelchen (Microballoons/Glaskugeln) gegeben werden.
Für leichtere Verklebung, die keine großen Kräfte aufnehmen sollen, reicht eine Füllung mit Mikroballons vollkommen aus und ist sogar zu bevorzugen, da sie leichter ist.
Produktdetails:
Zusammensetzung gemahlene, gebleichte Holz/Cellulosefasern Erscheinungsbild weiße, watteartige Kleinstfasern Teilchengröße 200-300 Mikron Teilchendichte Teilchen absorbieren Harz Mengendichte ca. 100g/Liter
SP Mikroballons
sind hohle Phenolharzkügelchen, die eine rotbraune/violette Farbe haben. Dies macht sie besonders sinnvoll für die Herstellung von kosmetischen Hohlkehlen und Spachteln bei der Holzbearbeitung, sowie struktureller Kleber für weniger anspruchsvolle Verklebungen bei weichen Hölzern (z.B. Zeder). Obwohl nicht so wasserdicht wie Glaskugeln, werden Mikroballoons oft wegen ihrer exzellenten Schleifeigenschaften bevorzugt. Mikroballoons werden normalerweise nicht mit Polyester- oder Vinylesterharzen benutzt, da das Styrol die Kügelchen zerstören kann.
Wenn man Mikroballoons lagert ist es besonders wichtig, den Füller luftdicht zu versiegeln, da er die athmosphärische Luftfeuchtigkeit aufnimmt, was die Eigenschaften negativ beeinflußt.
Produktdetails:
Zusammensetzung Phenolharz Erscheinungsbild rotbraunes/violettes Pulver Teilchengröße 50 micron Teilchendichte 250g/Liter Mengendichte 100g/Liter



