Dtsch. Jollenwerften

Unzählige Regattaerfolge wurden von "SP" Jollen aus deutschen Bootsbaubetrieben eingefahren. Als Beispiel möchten wir wiederum die Deutsche H-Jollen Meisterschaft, 2002 ausgesegelt auf dem Müggelsee bei Berlin nennen. Deutscher Meister 2001 wurden Bernd Zeiger und Stefan Kriebel mit ihrer H-Jolle GER 2053 aus der Werft von Thomas Bergner, Trappenkamp. T. Glückwunsch an die Werft und die Mannschaft! Thomas Bergner verleimt alle Furniere mit SP320 "langsam" unter Vakuum und lackiert seine Jollen mit der unschlagbaren Kombination SP320/SP2000. Damit werden die naturlackierten Boote genauso "wartungsfrei", wie Kunststoffjollen.

Die hochbeanspruchten Rennjollen, jetzt auch mit Carbonrigs aus der Bergner Werft, gebaut aus Holz/Epoxy/Carbon, zum Teil mit Glasgewebe Verstärkungen sind lt. Bergner mindestens um den Faktor 3 haltbarer, als GFK-Bauten. Mit Polyesterlaminaten erreicht man niemals das Minimumgewicht der Regattaboote und außerdem tragen bereits die ersten Mikrobrüche (das Knistern im Laminat) dazu bei, daß die Jolle weich wird und im Wettbewerb nach hinten fällt. Erst die ausgeklügelten Epoxylaminate z.B. der 49er, der 18 Fuß Skiffs, der Finn Dinghies und FD´s lassen diese Regattaboote lange wettbewerbsfähig bleiben. Keine Mikrobrüche sowie steife Laminate und Minimumgewicht ohne Wasseraufnahme sind die Vorteile von Epoxylaminaten.

Das haben natürlich viele namhafte Jollenwerften erkannt und als eine der ersten Werften, damals noch unter Kurt Hein, mit dem Goldmedaillen FD, G-1288, der Diesch Brüder (Kingston 1976) begann der unaufhörliche Siegeszug von Epoxy verstärkten Furnieren oder Laminaten. Die Hein-Werft, bei Elmshorn baut heute Europes und Piraten mit SP Epacryn und andere Regattaboote in Holz/Epoxy und Jürgen Hein schwört auf SPACOTE SP320, weil der Untergrund nicht nachsackt und die anschließende Lackierung sehr widerstandsfähig wird. Was mit modernem Material möglich ist, wird bei Jürgen Hein ganz deutlich am Beispiel der "Jeton" gezeigt. Kein Vergleich mit der ollen, orangefarbenen GFK Schüssel...

Thomas Fuchs in Bosau bei Plön hat mit seinen "SP" Jollen ebenso Meisterehren eingefahren, wie Thomas Kindermann von der Linnekuhl Werft in Steinhude. "Kikki" Kindermann´s Nachbarn wiederum, die Herren Bopp & Dietrich haben sich auf Jollenkreuzer konzentriert und an ihren 15ern und 20ern geht bei Meisterschaften kein Weg dran vorbei. Das hatte nur der viel zu früh von uns gegangene Wilhelm "Willy" Kother geschafft. Ein treuer "SP" Kunde der ersten Stunde. Seine naturlackierten Schönheiten werden ganz besonders auf der "boot" und der "Interboot" vermisst. Seine Nachfolge hat Andreas Sick angetreten, der mit den Kother Formen nach Rendsburg umgezogen ist und nicht nur wegen der Nähe zu CTM Composite Technologie & Material, Schleswig, zu den guten Kunden zählt. Marc Hoffmann in Stemshorn am Dümmer See baut 16er Jollenkreuzer und andere Jollen - auch hier werden Hohlkammern und Doppelböden mit Epoxy versiegelt, damit die Boote nicht schwerer werden. Diese Aufzählung bürgt nicht für Vollständigkeit. Informieren Sie uns, wenn wir Sie hier vergessen haben.

Nachfolgend noch ein paar Bilder und Informationen zu einigen professionell gebauten Jollen:

 

 

O-Jolle (ehemalige Olympiaklasse)

wurde von Martin Herbst bei Fiber Work mit CTM Material gebaut 
Werft: Fiber Work GmbH, michael.rehberg@fiber-work.com
Material: Epoxy-E-Glas, Vakuumtechnologie, AMPREG22

H-Jolle

Werft: Thomas Bergner

Deutscher Meister 2000, 2001 und 2002 - das Team
Zeiger/Kriebel mit der GER-2053


5,85m Hansa Jolle (Schiff schwimmt)

Design: Henry Rasmussen
Werft: Boots- und Yachtwerft Lackschewitz, Mölln
Material: SP 320 Holz/Epoxy-formverleimt, Vakuum, Außenhaut naturlackiert, SP 2000 Ultravar

30er Jollenkreuzer

Design: Judel/Vrolijk
Werft: Bootswerft Christen, Waren Müritz
Material: SP 320 Holz/Epoxy-formverleimt, Vakuum, Außenhaut naturlackiert, SP 2000 Ultravar

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4,1m Hansa Jolle Ruder- & Segeldinghy

Design:?
Werft: Boots- und Yachtwerft Lackschewitz, Mölln
Material: SP106 Holz-Epoxy Technologie, SP 320 / SP 2000 Ultravar Finish

15er & 20er JK

Design: Dipl. Ing. Georg Nissen
Werft: Bopp & Dietrich, Steinhude
Material: Holz/Epoxy formverleimt, SP 320 / SP 2000 Ultravar naturlackiert

Jollenschwerter und -ruder

Werft: Jollenservice Holger Jesse
Material: Ampreg 20, Unidirektionales Carbongelege, Spabond 740
Fertigung: Vakuumlaminat in CNC-gefräster Form

Unzufrieden mit dem Profil und der Steifigkeit der zur Wahl stehenden Jollenschwerter, kontaktierte uns Herr Jesse vor einigen Jahren und erbat Unterstützung bei der Materialauswahl für eine Kleinserie von 505er Schwertern. Nachdem Holger Jess, gemeinsam mit Wolfgang Hunger im Jahre 2001 Weltmeisterin der internationalen 505er Klasse wurde, Schwertern aus seiner eigenen Produktion. Die logische Weiterentwicklung war dann natürlich die Fertigung einer neuen Ruderanlage in FVW