OSI Imprägniergerät
OSI Imprägniergerät (On-Site Impregnator)
Fasertränkung vor Ort
- Weniger Arbeitsstunden und Kosten
- Weniger Materialverschwendung
- Erhöhte Laminatsleistung
- Strenge Gewichtskontrolle
- Strenge Materialkontrolle
- Strenge Spezifikationskontrolle
1) high-tech Prepregstandard der Luftfahrt, vereinfacht anwendbar für Bootsbauer und Hersteller von Flügeln für Windkraftanlagen und anderen großen Verbundwerkstoffteilen.
2) erhebliche Zeit-, Material- und Kostenersparnis beim Laminieren.
OSI stammt aus der high-tech Compositentwicklung bei den ersten Kunststoff 12- Meter-Yachten "Plastic Fantastic" für das Americas Cup Rennen, 1987 in Perth, Australien. Ursprünglich gedacht, um den Harzanteil bei Rennyachten jederzeit nachvollziehbar wiederherstellen zu können und damit das Klassengewicht genauestens einzuhalten, werden OSI-Imprägniergeräte heute von Werften und Herstellungsbetrieben auf der ganzen Welt bei einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt.
OSI bedeutet eine sinnvolle Alternative zu den modernen Prepregs. Was bei der Luftfahrt als die Krönung unter Laminierverfahren gilt, ist oft unerschwinglich und fast undenkbar für Bootsbauer. Denn Prepregs sind bekanntlich mit kostspieligen und aufwendigen Verarbeitungsschwierigkeiten verbunden - vom Glätten des imprägnierten Materials über zyklische Temperaturkontrollen und hohem Aushärtungsdruck - alles muss exakt eingehalten werden, sonst leidet später die Leistung des Laminates.
OSI bietet die Vorteile von Luftfahrt- Prepreg- Laminaten bei wesentlich günstigeren Herstellungskosten. Weniger Materialverbrauch und ein kontrollierbarer Harzanteil führen zu niedrigeren Materialkosten.
Das Osi Verfahren
Eine Rolle trockenen Faserverstärkungsmaterials (Glas, Carbon, Aramid) wird durch ein paar, kontrolliert mit Harz benetzten Druckwalzen ,- einstellbar auf den gewünschten Harzanteil und das Stoffgewicht - gezogen und getränkt. Der imprägnierte Stoff wird dann auf eine weitere Rolle aufgewickelt. Nachdem eine gewünschte Länge Stoffes getränkt ist, wird das Gerät kurz angehalten, die Rolle fertiger "Naßprepregs" zur Weiterverarbeitung abgenommen und das Verfahren wiederholt.
Besondere Merkmale
OSI ist ideal für standard SP Epoxyharzsysteme und kann mit der richtigen technischen Beratung auch mit Vinylester (Epacryn) verwendet werden.
Keine neuen Aushärtungsformeln, sondern alles wie gewohnt. Sie bestimmen die Wahl und Menge des Harzes.
Das Harz befindet sich nicht in einer Wanne, es wird mit Druck auf den Stoff aufgetragen. Das Resultat - keine Probleme mit Topfzeiten oder verdrecktem Harz, die Fasern werden gründlich durchgearbeitet. Der positive Effekt davon ist eine gründlich mit Harz getränkte Faser, die nicht wie beim Nasslaminat üblich, nur einfach Harz und Luft aufnimmt. Letztere ist nur durch Entlüftungsroller oder Vakuum aus dem Laminat zu entfernen.
OSI bietet eine effektive und genau bemessene Verteilung des Harzes als Vorteil gegenüber Nasslaminieren per Hand oder Rollen. Die Geschwindigkeit des Aufnahmerollers (3 PVC-Roller im Lieferumfang) und der Walzendruck sind genau auf den gewünschten Harzanteil einstellbar.
Das Harztränkbad ist auf verschiedene Stoffbreiten einstellbar - 300 mm, 600 mm, 1000 mm, 1300 mm.
Ein digitaler Stoffzähler sorgt für das absolute Minimum an Materialverschwendung - Stofflänge bis auf 100 mm gemessen. Robuste und schlichte Stahlkonstruktion - alle Komponenten leicht zu reinigen, viele abnehmbar, einfach in Solvent legen. Elektronisches Kontrollpanel, vorwärts, rückwärts, Taktkontrolle, Not- Ausschalter. Geeignet für unidirektionale, biaxiale und multiaxiale Stoffe in Carbon, Glas und Aramid.