Sandwich
Die Stärken einer Sandwich-Konstruktion
Monolithische Laminate aus Glas-, Carbon-, Aramid- oder anderen Fasern können zwar hohe Anforderungen an die Festigkeit erfüllen, aber aufgrund der geringen Materialstärke mangelt es ihnen an relativer Steifigkeit. Um diesen Mangel auszugleichen, hat man herkömmlicherweise auf Rahmenkonstruktionen und zusätzliche Versteifungen zurückgegriffen. Die Nachteile dieser Lösung sind eine Zunahme an Komplexität und Gewicht.
Eine Sandwichkonstruktion besteht aus zwei hochfesten Deckschichten, die auf ein Kernmaterial aufgebracht werden. Der Sandwichkern erhöht die Wandstärke und Steifigkeit des Bauteils bei deutlich geringerer Gewichtszunahme, als mit einer Rahmenkonstruktion oder zusätzlichen Laminatschichten in Kauf genommen werden müsste. Der Kern erfüllt dabei dieselbe Funktion wie der Steg in einem Doppel-T-Träger. In einem Doppel-T-Träger nehmen der Ober- und Unterzug die Zug- und Druckbelastung auf, sodass der Steg nur durch die Scherkräfte belastet wird und relativ leicht ausgeführt werden kann. Das Kernmaterial einer Sandwichkonstruktion wirkt wie ein durchgehender Steg und bietet vergleichbare Gewichtseinsparungen im Verhältnis zum Material der Deckschichtlaminate.
Sandwichkonstruktionen funktionieren wie Doppel-T-Träger:
Ein Komposit-Sandwichbauteil besteht aus einem festen Deckschicht- und einem leichten aber steifen Kernmaterial.
Für die Verwendung in Bootsbau und sonstigen Bauteilen im Aussenbereich empfehlen wir den CoreCell-SAN(Styrolacrylnitril)-Schaum, da dieses Material nicht nur besonders druckfest und schlagzäh ist sondern auch eine sehr hochwertige Anbindung an Decklaminate (bevorzugt mit Epoxyharzen als Matrix) bindet. So veringert sich das Risko von Abscherungs- oder Delaminationsbrüchen im Sandwichbauteil.
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