SolarWorld No. 1 bei der NASC
Aufrüsten von SolarWorld No. 1 für die NASC
Gerade ist der Solar Rennwagen der Hochschule Bochum, Solarworld No.1, aus Australien wieder in Bochum eingetroffen. Die Spuren des letzten Rennens kann man dem Solarracer noch gut ansehen.
Zurücklehnen und die Erfolge der World Solar Challenge genießen, können sich die Studenten nicht leisten. Die North American Solar Challenge steht unmittelbar vor der Tür und an dem Wagen gibt es noch viele Arbeiten zu erledigen.
Zum einen gilt es die Beschädigungen des wohl härtesten Solarrennens, quer durch das Australische Outback zu beheben, zum andern müssen für das kommende Rennen der NASC andere Richtlinien berücksichtigt und umgesetzt werden.Das gesamte Auto muss gegen das Eindringen von Wasser geschützt werden. Dafür wurde die Oberschale samt ihrer empfindlichen Solarzellen abgedichtet.Die Studenten haben eine Umlaufkante zwischen Ober- und Unterschale laminiert, die einerseits als Aufnahme einer Gummidichtung und andererseits als Regenrinne fungiert. Die hinteren Radkästen zum Schutz gegen Spritzwasser voll verkleidet worden.
Aber die größte Herausforderung stellte immer noch das Abdichten des Vorderrades dar. Da die erste Konstruktion eines mitlenkenden Drehtellers in Australien bereits nach den ersten Kilometern des Rennens zerbrach, stand eine völlige Neukonstruktion an. Der vorhandene Drehteller wurde durch eine Kombination aus einem Schutzblech und einer Unterplatte, verbunden durch eine enorm flexible Latexfolie, ersetzt. Da der Solarrenner aber ab sofort auch mit einer zweiten Motorkonfiguration laufen soll, musste für diesen Zweck die Abdichtung des Vorderrades auch noch zusätzlich hergestellt werden.
Für den Fall der Fälle gibt es für alle Teile jeweils ein Ersatzexemplar, denn der nächste Regen kommt bestimmt in Nord-Amerika.
Aus Gewichtsgründen wurden natürlich alle Teile aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen hergestellt, freundlicher Weise von der Firma CTM aus Schleswig zur Verfügung gestellt.
Nicht zuletzt aufgrund dieser Neuerungen ist das Team optimistisch, bei der North American Solar Challenge eine Platzierung an der Spitze, wenn nicht sogar den Sieg nach Hause zu bringen.